KaWo 1 wird auf links gedreht
Perfekter Start für die erste Bauphase: Das Studierendewohnheim „KaWo 1“ im Kastanienweg 4–6 hat nach jahrelanger Planung endlich den Weg in die Sanierung gefunden.
Die Modernisierung des 1977 errichteten StW-Wohnheims im Kastanienweg war schon länger im Gespräch. Besonders das linke der zwei gegenüberliegenden Gebäude bot den Studierenden schon seit geraumer Zeit keine bewohnbaren Unterkünfte mehr. Zwischenzeitlich hatte die Stadt die veralteten und teilweise unbewohnbaren Zimmer noch für geflüchtete Familien angemietet, im Jahr 2024 bewilligte das Land schließlich die dringend benötigten Mittel aus der öffentlichen Wohnbauförderung der NRW.Bank und stellte damit die Weichen für die langersehnte Kernsanierung. Die Investitionssumme gehört zu den größten, die es bisher für Wohnheimsanierungen im Studierendenwerk Aachen gegeben hat: In die Neugestaltung von KaWo 1 werden
inklusive Förderung voraussichtlich über
40 Millionen Euro fließen.
Eigene Bäder auf den Zimmern
Das KaWo soll nicht nur nach neuestem technischem Standard, sondern auch strukturell verändert werden: In den zwei achtgeschossigen Bauten lebten die Studierenden bisher in Flurzimmern mit Gemeinschaftsbädern und Gemeinschaftsküchen. „Das Raumkonzept ist nicht mehr zeitgemäß. Die Ansprüche der Studierenden an Komfort, Funktionalität und Gestaltung haben sich stark gewandelt“, erklärt Projektleiter Martin Hülsermann. „Wir werden beispielsweise jedes Zimmer mit einem eigenen Nasszellenmodul ausstatten, die Küchen etwas vergrößern und den Gemeinschaftsflächen mehr Raum geben.“
Die mit dem Aachener Architekturbüro Bek abgestimmten Farb- und Lichtkonzepte sollen die Gebäude optisch aufwerten. Die blau gestrichene Fassade wird mit beigefarbenen Klinkerriemchen versehen, Fensterrahmen in schickem Lindgrün und ein erweitertes Foyer schaffen eine höhere Aufenthaltsqualität. Eine weitere, von außen sichtbare Veränderung sind die neuen Stahltreppenhäuser an den Kopfenden der beiden Gebäude. Diese erfüllen als zweiter Rettungsweg die aktuellen Brandschutzanforderungen.
Baustelle läuft nach Plan
Vor acht Monaten begann die Kernsanierung in Haus 1 mit der Beseitigung von Schadstoffen – ein notwendiger Schritt, um die Bauarbeiten sicher und nachhaltig zu gestalten. Nun laufen die Rohbauarbeiten im Innenbereich auf Hochtouren. Diese lassen die künftige Struktur und die Steigerung der Wohnqualität bereits gut erahnen. Martin Hülsermann ist zufrieden: „Aktuell liegen wir gut im Zeitplan und kommen alles in allem prima voran.“ Fest steht bereits jetzt: Wenn die letzten Handgriffe getan sind, wird das Wohnheim weit mehr sein als ein Dach über dem Kopf. Aus dem tristen KaWo 1 wird ein wahrer Blickfang – die Aachener Studierenden dürfen in jedem Fall gespannt sein.
